Wasser

Wasser

 

In letzter Zeit spricht jeder um mich herum über “alkalisches Essen”. “Oh, ich ernähre mich jetzt alkalisch!” Dann erzählt man mir, was so in dieser alkalischen Diät enthalten ist, ich bekomme einen Schock, und schon beginnen die Fragen wie “was heißt alkalisch eigentlich?” und “also, was sind denn alkalisierende Lebensmittel?”, “was passiert wenn mein Körper übersäuert?” und so weiter.

Nachfolgend eine schnelle Übersicht zum Verständnis warum es so wichtig ist, unseren Körper im alkalischen Bereich zu halten und was es bedeutet, sich alkalisch zu ernähren.

Eine sehr gute Übersicht über alkalisierende Lebensmittel und detailliertere Informationen stellt die folgende Seite zur Verfügung: http://www.balance-ph-diet.com/acid_alkaline_food_chart.html

 

Fangen wir an:

Was heißt “alkalisch”?

 

Wikipedia sagt: Alkalinität oder AT misst die Fähigkeit einer Lösung, Säuren zu neutralisieren bis zur Gleichwertigkeit von Karbonat oder Bikarbonat. Dies ist die grundlegende wissenschaftliche Erklärung.

Wie Sie wissen, sind unsere Körper ein Spiegel des Universums, also muss der menschliche Körper unter anderem ebenfalls Säuren neutralisieren. Üblicherweise ist der menschliche Körper leicht alkalisch mit einem pH Wert von 7.36-7.44. Alle Lebensmittel werden in unserem Körper „verbrannt“ – wir nennen diesen Prozess “Verdauung“. Diese Verbrennung hinterlässt eine Art Asche im Verdauungstrakt. Diese Lebensmittelasche kann neutral sein, sauer oder alkalisch, was weitgehend von der mineralischen Zusammensetzung der Lebensmittel abhängt. Wenn der Körper sauer ist, werden essenzielle Nährstoffe schneller aufgebraucht, so zum Beispiel Kalium, Magnesium, Natrium und Kalzium. Ebenfalls brüten schädliche Bakterien schneller in einer sauren Umgebung und produzieren dabei Infektionen und Krankheiten. In einem alkalischen Körper können diese Bakterien nicht überleben. In Verbindung mit einer stark säurehaltigen Ernährung stehen chronische Zustände wie Müdigkeit, Nervosität, trockene Haut, Rückenschmerzen, Depression, Arthritis, Gastritis, Magengeschwüre, Zelldegeneration und Osteoporose.

 

Was sind nun alkalisierende Lebensmittel?

Ganz generell gesagt sind dies vorwiegend rohe und frische Früchte und rohes, frisches Gemüse. Hierbei kann uns unsere Vorstellung von Säure aufs Glatteis führen, zum Beispiel bei Zitrusfrüchten, die im Verdauungsprozess hochgradig alkalisch sind im Gegensatz zu dem, was wir meist denken. Wiederum gibt es andere Lebensmittel, die im rohen Zustand verzehrt alkalisch sind, wenn sie gekocht werden jedoch einen hohen Säureanteil entwickeln. Dies ist z.B. der Fall bei Spinat und Mangold.

Eine gesunde Diät, die auch unter Umständen einige Krankheit rückgängig machen kann, sollte zu 80% aus alkalischen Lebensmitteln bestehen, von denen idealerweise die Hälfte roh verzehrt werden sollte. Säurehaltige Lebensmittel, die nicht mehr als 20% unserer täglichen Ernährung ausmachen sollten, beinhalten Fleisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Pasta und weißes Mehl, Reis, Kaffee, Alkohol und jegliches raffinierte oder industriell verarbeitete Nahrungsmittel.

Im Folgenden die wichtigsten alkalisierenden Lebensmittel: Gurke, Weizengras, Gerstengras, Broccolisprossen, Alfalfasprossen, Petersilie, Grünkohl, Meeresgemüse, Avocado, Paprika, Rüben, Broccoli, Kohl, Sellerie, Endivien, Kohlblätter, Ingwer, grüne Bohnen, Knoblauch, Senfgrün, Blattsalat, Zwiebeln, Okra, Tomaten, Spinat. Auch einige Nüsse, Samen (Sesamsamen) und Öle sind eine gute Quelle für Alkalinität, insbesondere Kürbiskerne, Mandeln, des Weiteren kalt gepresste Öle wie Lebertran, Nachtkerzenöl, kalt gepresstes Olivenöl, Leinöl, Fischöl.

Detailliere Übersichten liefern der o.g. Link oder auch die Seite http://alkaline-alkaline.com/ph_food_chart.html.

Ich gebe bei jeder Diätform den Rat, sich nicht völlig verrückt zu machen! Das Geheimnis liegt in einer gesunden Balance. Wenn man es einen Tag mit Fleisch, Alkohol, Getreideprodukten und anderem übertreibt, kann man dies am nächsten Tag durch eine vegetarische Diät mit vorwiegend Rohkost ausgleichen. Ein Beispiel sind Brombeeren: diese sollten absolut Teil Ihrer Diät sein aufgrund ihres hohen Anteil an Antioxidantien; aber jetzt haben wir gelernt, dass sie sehr viel Säure enthalten. Die Lösung ist, sie in Kombination mit alkalisierenden Lebensmitteln zu verzehren, z.B. auf Quinoaporridge mit Sojamilch, ein paar Rosinen und Datteln hinzufügen und fertig ist ein gesundes Frühstück!

Weitere Infos in Englisch unter http://kat-bodyandmind.blogspot.com/

 

Gemüse

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