Jared Aldan

Jared Aldan

Wenn man fast das ganze neue Jahr noch vor sich hat, ist es umso wichtiger, gleich am Anfang mit frischem Mut zu starten.

Jared Alden, Psychologe im German Neuroscience Center, DHCC, ist der Meinung, dass der Januar und auch der Februar eine ziemlich anstrengende Zeit sein kann. „Wir haben es durch die ganzen Feiertage geschafft und auch das Gregorianische Neujahr hinter uns gelassen, und schon sind wir wieder im Januar“, sagt er. „Wir stecken voller neuer Ideen, sehnen Veränderungen herbei und viele von uns haben eine Menge guter Vorsätze zum Neuen Jahr gefasst.“

Aber – die Zahl derer, die sich diesen Enthusiasmus das ganze über Jahr erhalten kann, ist verschwindend gering. Also, wenn das so ist, was macht dann eine positive Betrachtungsweise schon für einen Unterschied?

Sehr viel, behauptet Alden. „Am Anfang einer jeden Veränderung steht der Gedanke, die Idee. Lassen Sie mich das erklären. Alles beginnt mit einem Gedanken, einer Idee, diese führt dann zu einer Handlung und aus beidem resultieren Emotionen.“

Als Konzept, das gibt Alden zu, hört sich das nicht besonders gradlinig an, aber er glaubt dass dies der Schlüssel zum Freisetzen mentalen Glücklichseins ist.

„Die meisten Menschen würden wahrscheinlich sagen, sie fühlen zuerst etwas und entscheiden dann, was sie tun und denken dann. Ich würde dagegen halten, dass das so nicht stimmt. Wo kämen denn die Gefühle so plötzlich her? Hat nicht eher alles mit Ideen begonnen, die dann ausgeführt wurden, woraus sich dann erst eine ganze Fülle emotionaler Erfahrungen entwickelt?“

Alden vergleicht diesen Vorgang etwa mit dem Ablehnen eines Essens, das man nie probiert hat oder von Musik, der man noch nie zugehört hat. „Wir können Gefühle von unserer Familie erben, ebenso wie Kultur,“ erklärt er. „In gewisser Weise übernehmen wir ihre Geschichte der Gedanken und Aktionen. Und das bringt uns zu einem wichtigen Punkt. Man kann nicht anders fühlen, bevor man nicht anders gehandelt hat. Das könnte der Knackpunkt sein, der unsere guten Vorsätze schon zum Erliegen bringt, bevor wir überhaupt im Monat Februar angekommen sind. Wir haben die Vorstellung motiviert zu sein und es kommt uns so vor, als setzten wir das auch um, bevor wir überhaupt begonnen haben, etwas zu machen. So ändert sich der Mensch aber nicht. Veränderung beginnt immer mit der gleichen Abfolge von Ideen-Aktionen-Emotionen“.

Im Jahre 2004 trainierte Alden für den New York Marathon für das Jahr 2005, erzählt er. „Wenn es möglich gewesen wäre, noch später anzukommen, hätte ich das auch geschafft. Sogar der Mann in dem Hähnchen-Kostüm hat mich überholt. Wie auch immer, eigentlich mag ich das Laufen gar nicht besonders, aber ich lief trotzdem weiter mit dem Gedanken – Ich versuch`s – noch 10 Minuten und dann sehen wir weiter.“

Alden glaubt, dass es diese Technik des „ein Gedanke – ein Fuß nach dem anderen“ war, die es ihm letztlich ermöglichte, die Strecke zu bewältigen.

„Ich habe zwar 6 Stunden gebraucht, aber glauben Sie mir, diese Erfahrung hat meine Emotionen verändert. Ich war so glücklich und so stolz auf mich selbst“.

Alden sagt, dass es wichtig ist, sich vor Augen zu halten dass, egal wie komplex sich unsere Probleme auch anfühlen mögen, es Herausforderungen sind, denen sich ein jeder irgendwann in seinem Leben stellen muss.

„Mystifizieren Sie Ihre Gefühle nicht und glauben Sie ja nicht, dass Sie unter uns 7 Milliarden Menschen der einzige sind, der anders ist“, rät er. „Halten Sie es einfach! Fangen Sie an mit einem ausgewogenen, realistischen, aber wenigstens leicht positivem Gedanken, den Sie in eine kleine, aber überprüfbare Aktion umsetzen. Nach ein paar solchen Aktionen schauen Sie einfach, was Ihre Gefühle machen.“

„Einige von uns bauen eine riesige Menge an Emotionen und Erwartungen auf, was sich aber hinsichtlich einer Veränderung die wir anstreben, als wenig hilfreich erweist. Wenn Sie so jemand sind, dann denken Sie daran, ein neuer Gedanke kann nicht gegenteilige Gedanken – eingeschliffen in vielen Jahren – verändern; eine einzige neue Aktion kann nicht Jahre oder gar Generationen Stillstand verändern.“

„Geben Sie sich selbst eine faire Chance, bleiben Sie dran und machen Sie Schritt für Schritt weiter. Sie, wie jeder andere auf der Welt werden sich verändern durch die einfache Gleichung von Ideen-Aktionen-Emotionen.“

Das gibt uns Jared Alden, Psychologe des German Neuroscience Center DHCC, mit auf den langen Weg durch das schwierige Jahr 2012 – packen wir`s an – einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.