Dhow Rennen - Dhows

Dhow Rennen - Dhows

Top Segler aus dem Volvo Ocean Race 2011-12 hatten am letzten Wochenende die Möglichkeit während des Zwischenstopps in Abu Dhabi an einem traditionellen Dhow Rennen, das mit 1 Million Dirham dotiert war, teilzunehmen.

Es war ein herrlicher Sonnentag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und das Dhow-Rennen war Teil der 14-tägigen Aktivitäten rund um das Volvo Ocean Race im Destination Village am Breakwater und war organisiert vom Abu Dhabi Sailing & Yacht Club (ADSYC).

Die Segelprofis konnten die Technik auf Traditionsseglern ausprobieren und tauschten ihre Volvo Open 70 Rennyachten gegen arabische 60-Fuß-Dhows mit ihren typischen Segeln, die am Roten Meer, am Persischen Golf und in vielen Bereichen des Indischen Ozeans verwendet werden.

Dieses Dhow Rennen war Teil der Abu Dhabi 60ft-Dhow-Race-Series, die über das ganze Jahr dauert und begann 12 Meilen nordwestlich der Stadt. Ab dem späten Vormittag versammelten sich dort 75 Sechzig-Fuß-Dhows bis gegen 14 Uhr alle an einer Startlinie von mehr als 1, 5 km versammelt waren.

Nachdem der Startschuss abgefeuert war, hieß es „Leinen los“ von der Ankerlinie, die Mannschaften hissten die ballonähnlichen Segel und die ganze Flotte setzte sich in Bewegung Richtung Abu Dhabi.

Es war ein unvergessliches Erlebnis für die mehr als 15 internationalen Segler, von denen viele Weltrekorde, olympische Medaillen und unzählige Segel-Titel besitzen.

Tom Addis und Amory Ross vom PUMA Ocean Racing Team waren auf der „Alzeer“ mit der Nummer 16 von Sheikh Hamdan Bin Mohammed Al Maktoum unter dem Skipper Rashed Shaheen Al Marar, dem Boot das als Favorit ins Rennen ging und dann auch den Sieg einfuhr.

Aber auch Segler von anderen Ocean Race Teams wie Groupama, Telefonica und Camper with Emirates Team Neu Seeland waren auf den unterschiedlichen Dhows vertreten.

Die Alzeer Mannschaft startete perfekt und ging frühzeitig in Führung. Diese Führung gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Laut Al Marar mussten sie sehr taktisch vorgehen um zu siegen, da der Wind mit sieben bis acht Knoten sehr langsam war.

Dhow Rennen - Siegerdhow vor Abu Dhabi

Dhow Rennen - Siegerdhow vor Abu Dhabi

Als die „Alzeer“ bereits den Sieg sicher hatte, begann die Besatzung an Bord zu singen und zu tanzen und dem Gast Tom Addis, dem Steuermann vom PUMA Ocean Racing Team wurde die Ehre zuteil, das Boot über die Ziellinie zu steuern.

Kurz nach der Ankunft des Siegerboots an Land, sagten Addis und Ross, sie hätten ihre erste Erfahrung mit einem Dhow-Rennen genossen und es sei ein magisches Erlebnis gewesen, sie hätten aber wohl nicht viel zum Sieg beitragen können.

Ich hatte die Möglichkeit, dieses Rennen vom Boot aus mit Abdullah Al Obaidli, einem erfahrenen Seemann und Leiter des Abu Dhabi Sailing & Yacht Clubs zu beobachten: Es war ein Erlebnis der besonderen Art als die ca. 70 Renn-Dhows zuerst am Horizont auftauchten, immer größer wurden und dann direkt neben unserem Boot dahin glitten.

Dhow Rennen - Abdullah Al Obaidli

Dhow Rennen - Abdullah Al Obaidli

Im Destination Village fand anschließend bei Sonnenuntergang die Siegerehrung statt, die Abu Dhabi Big Band spielte „Songs of the Sea“ und seinen Ausklang fand dieser ereignisreiche Tag für viele Segler und Gäste auf der Lulu-Terrace mit einem traumhaften Blick auf die Skyline von Abu Dhabi.