Soraya Waradij

Soraya Waradij

 

Schlafstörungen werden zunehmend ein weltweites Problem. Immer mehr Patienten kommen ins GNC in Dubai Healthcare City und klagen „Ich kann nicht schlafen!“, „Ich bin immer müde“. Die Neurologen im GNC wissen, wie man mit diesem Problem umgeht.

Dank der Fortschritte in der Technologie wurde die Polysomnographie entdeckt und wird heute als starke Waffe in der Schlafdiagnostik genutzt. Unter Polysomnographie versteht man eine umfangreiche Aufzeichnung der physiologischen Veränderungen, die während des Schlafs geschehen, wie z.B. die Gehirnströme, das Sauerstoffniveau im Blut, der Herzschlag und die Atemfrequenz, ebenso wie Bewegungen der Augen und der Beine. Sie werden genutzt, um die vielen verschiedenen Arten von Schlafstörungen voneinander zu unterscheiden oder solche auszuschließen. Diese Störungen umfassen auch die Narkolepsie, das Restless Legs Syndrom, das REM Verhalten, die Parasomnie und die Schlaf-Apnoe.

Die Schlafanalyse wird oft von solchen Patienten nachgefragt oder für diese verordnet, die immer wieder über extreme Müdigkeit bei Tag und schwere Schlaflosigkeit bei Nacht klagen, was eben durch wiederholt unterbrochenen Schlaf verursacht werden kann.

 

Wie man sich auf so eine Untersuchung vorbereitet

Eigentlich sind keine großen Vorbereitungen erforderlich. Der Patient wird angewiesen, keine Schlafmedikation einzunehmen und keinen Alkohol oder koffeinhaltige Getränke zu sich zu nehmen.

 

Risikofaktoren

Die Polysomnographie ist ein nicht-invasives Verfahren und völlig schmerzlos. Es gibt also kein Risiko, allenfalls leichte Hautreizungen von den Pflastern, die man zum Fixieren der Elektroden benötigt. Dieses Verfahren ist deshalb auch hervorragend für Kinder geeignet.

 

Mechanik

Physiologische Sensoren werden am Patienten befestigt, um Folgendes zu messen:

1. EEG (Elektro-Encephalogramm)

2. EOG (Elektro-Occulogramm)

3. EMG (Elektro-Myogramm)

4. EKG (Elektro-Kardiogramm)

5. Luftfluss (Wärmeabhängiger Widerstandssensor oder Wärmefühler)

6. Atemkapazität (Piezo Kristall Kapazität Sensor)

7. Sauerstoffsättigung (Puls-Oximeter)

 

Verfahren (Wie der Test durchgeführt wird)

IM SCHLAFLABOR ODER KRANKENHAUS

 

Für den Standard-Test kommt der Patient am frühen Abend zum Schlafen in das Schlaf- Zentrum und wird in den folgenden 1 bis 2 Stunden in das Verfahren eingeführt und „verdrahtet“, so dass zahlreiche Messkanäle abgeleitet werden können, wenn sie oder er einschläft. Das Schlaflabor kann in einem Krankenhaus sein oder in einem ambulanten Zentrum. Ein Schlaftechniker sollte immer in der Nähe des Patienten sein und ist verantwortlich für das Anlegen der Elektroden und die Überwachung des Patienten während der Schlafstudie. Der Techniker muss dem Patienten alles erklären und dafür sorgen, dass er die ganze Zeit entspannt bleibt.

Das Schlaflabor sollte mit Videokameras im Patientenzimmer ausgestattet sein, so dass Aufzeichnungen während des Schlafs möglich sind. Dies erlaubt es dem Techniker, sich die Bänder während des Ablaufs der Analyse nochmals anzusehen, um festzustellen, ob ungewöhnlich aussehende Wellenformen tatsächlich durch kurzes Aufschrecken zustande gekommen sind, durch eine Wachphase oder aber durch ganz normale Bewegungen des Patienten im Bett.

 

 

ZU HAUSE

Heutzutage erlaubt es die fortgeschrittene Technologie dem Neurologen, durch tragbare Geräte zunehmend mehr Schlafstudien im Zuhause des Patienten durchzuführen, um den Komfort des Patienten zu erhöhen und Kosten zu sparen, was beides für den Patienten deutliche Vorteile hat.

Der Patient erhält im GNC detaillierte Anweisungen wie das Untersuchungsgerät zu handhaben ist. Er nimmt es dann mit nach Hause, schläft angeschlossen an das Gerät in seiner normalen Schlafumgebung und bringt es am nächsten Tag dem Neurologen zurück.

Die meisten Untersuchungsgeräte sind mit einem wärmeabhängigen Widerstandsmesser (Thermistor) und einem Sauerstoff-Messgeraet (Puls-Oximeter) ausgestattet. Sie sind klein und einfach zu handhaben, zeichnen aber dennoch sehr gute Grafiken auf und sammeln wertvolle Daten.

Die Neurologen im GNC haben sich dieser neuen Erkenntnis angeschlossen und versorgen ihre Patienten mit einem tragbaren Gerät, das einfach zu handhaben ist, weil ihnen bewusst ist, dass es gerade in den arabischen Ländern für viele Patienten und Patientinnen aufgrund der Gebetszeiten und anderer Regeln angenehmer ist, die Schlafanalyse in ihrer gewohnten Schlafumgebung durchzuführen.

Der Patient wird mindestens eine Nacht, manchmal auch mehrere Nächte, mit diesem Gerät schlafen und danach seinen Neurologen aufsuchen und es dann zurückgeben. Der Arzt wird dem Messgerät die Messdaten entnehmen und auf dieser Grundlage erkennen können, dass etwa wiederholte Sauerstoffabfälle im Blut während des Schlafs auf eine atembedingte Störung wie Schlafapnoe hinweisen. Als Mindestleistung kann ein solches Gerät nämlich die Sauerstoffsättigung im Blut messen.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich die Polysomnographie (PSG) als überzeugendes Werkzeug zum besseren Verständnis von Schlaf und dessen Störungen darstellt. Sie ist ein wesentliches diagnostisches Verfahren zur Abklärung der Ursachen von Schlafstörungen und versetzt so den Neurologen in die Lage, für jeden Patienten die individuell richtige Form der Behandlung festzustellen.

Idealerweise und in Übereinstimmung mit den internationalen Richtlinien, werden Schlafstudien von Neurologen in enger Zusammenarbeit mit einem HNO-Arzt durchgeführt, vor allem, wenn erste Ergebnisse auf eine gravierende Erkrankung hinweisen.

Schlafanalysen müssen für Hunderttausende von Patienten, die noch ohne Diagnose und ohne Behandlung ihr Leben fristen, leichter zugänglich werden, denn Schlafmangel oder ständig unterbrochener Schlaf führt zu reduzierter Konzentration und Abfall der persönlichen Leistungsfähigkeit. Dies beeinflusst nicht nur das private Leben eines Patienten ganz erheblich, sondern auch ganz besonders seine tägliche Arbeitsfähigkeit.

Schlafstörungen, die nicht erkannt und nicht behandelt werden können zu gefährlichen, ja sogar lebensbedrohlichen Situationen oder zu sozialem Abstieg, zum Beispiel durch den Verlust des Arbeitsplatzes führen.

Das muss dank Polysomnographie heutzutage niemand mehr riskieren, denn die Neurologen, Psychiater und Psychologen im German Neuroscience Center haben vielfältige Möglichkeiten, Schlafstörungen zu behandeln, wenn die Ursachen genau analysiert und diagnostiziert sind.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://gnc.expataktuell.com/kontakt/