Beduinenfrühstück in der Wüste - Kameluschi

Beduinenfrühstück in der Wüste - Kameluschi

 

Der 10. Workshop aus der Reihe „Frauenpower – Workshops für Frauen“ war für den 21.11. angekündigt worden.

Er stand unter dem Motto „Beduinenfrühstück in der Wüste“ und fand auf der Farm von Uschi Musch, bekannt als „Kameluschi“ statt. Schon nach kurzer Zeit war der erste Termin ausgebucht und so wurde noch ein zweiter Termin am 23.11. eingeschoben, zu dem sich auch schnell sehr viele Interessierte anmeldeten.

Vom Parkplatz neben der Wüstenstraße aus fuhren wüstentaugliche PKWs und ein Pickup als Shuttle zur Farm, wo die Damen mit Kahwa und Chai (Kaffee und Tee) empfangen wurden.

Die Beduinen hatten beides auf spezielle Weise zubereitet, angereichert mit Kardamom und Ingwer. Zuerst gab dann die Kameluschi, die von den einheimischen Osha genannt wird, eine Einführung in ihr Leben als deutsche Frau, die mit Beduinen und Locals arbeitet und die emiratische Tradition pflegt und beantwortete viele Fragen. Danach gingen alle gemeinsam zum Kamelgatter und es wurden die Unterschiede zwischen omanischen, saudischen und emiratischen Kamelen erklärt und viele Geschichten über diese wunderschönen Tiere mit den langen Wimpern und den Schlabberlippen erzählt.

 

Schlabberlippe

Schlabberlippe

 

Oshas Kamelherde, die vor vielen Jahren mit einem geschenkten Tier begann, ist inzwischen auf über 20 Tiere angewachsen, teils aus eigener Zucht teils zugekauft, so hat sie z.B. auch einige Tiere deren Vater aus HH Sheikh Hamdan Bin Rashid Al Maktoums Zucht stammt.

Nach dem Besuch bei den Kamelen mit ausgiebigem Fototermin, kam ein weiterer Höhepunkt des Morgens: Das eigentliche Frühstück mit typischen Speisen, die man sicher auf keinem Hotelbuffet findet. Vorher wurden aber allen Anwesenden vor dem Zelt noch von den Beduinen die Hände gewaschen – wie es früher üblich war mit Sand oder aber alternativ mit Wasser, was uns heute doch mehr vertraut ist. Zum Frühstück gab es dünnes knuspriges Ragagg mit Frischkäse und Dattelhonig, warmes Joghurt mit Datteln, speziell zubereitete super leckere Bohnen, Rührei auf „Wüstenart“, Suppennudeln mit Safran, Zucker und verschiedenen Gewürzen und vieles mehr. Dazu wurde frisch gebackenes heißes Brot gereicht, das kurz vorher von den Beduinen auf dem Ölfass über offenem Feuer zubereitet worden war.

Man saß dann noch gemütlich im Zelt zusammen und Osha erzählte über Kleidung, Parfums und Gewürze und über vieles mehr. Zum Schluss hatte dann noch jeder die Gelegenheit zu einem Kamelritt in der Wüste und erst spät verließen die letzten die Farm, um wieder in die Zivilisation zurück zu fahren.

So ein Morgen auf Oshas Farm ist wirklich etwas ganz Besonderes und hat nichts mit den „normalen“ Touristenangeboten zu tun. Hier kann man das ursprüngliche Arabien erleben und bekommt viele Infos, die in keinem Reiseführer stehen und vor allem erlebt man …….Natur und Wüste pur!