Hier können Sie spirituell – theologische Gedanken von Pfarrer Johannes Matthias Roth lesen – die etwas andere Weihnachtbotschaft.

Sicherlich fragen Sie sich beim ersten Blick auf meine meditativen Gedanken mit den Bildern hier bei Expat.Aktuell was meine eingereichten Bilder miteinander zu tun haben – eine Dose, eine Brücke, ein Wüsten- und Dünenbild von mir –  dem neuen evangelischen Pfarrer in den VAE.

Bei „La Mer“ entdeckte ich vor Tagen dieses m.E. sensationelle Wallpainting mit der Konservendose: „Love concentrated“!  

Wie genial wäre es, wenn wir Liebe hochkonzentriert verabreicht bekommen würden – Wenn nur!!  Mitten im Leben, am Strand, im manchmal so belastenden Alltag, an den Feiertagen: Öffnen, genießen und fertig. Genug Liebe für mich, die Partnerschaft, die Familie, die Kolleginnen und Kollegen … Es gibt ja tatsächlich diese Momente im Leben, wo ich vor Glück und Freude intensiv Anteil an der Liebe habe, sie spüre und teile.

Doch was an Weihnachten passiert, das haben die theologischen Schriftsteller des Neuen Testaments als Liebesbeweis Gottes interpretiert.

Gott kommt in diesem Prediger, Rabbiner und Menschenfreund Jesus von Nazareth in hochkonzentrierter Weise zu uns, zeigt uns wie „Gottes- und Nächstenliebe geht“  – in Erzählungen und Beispielgeschichten und tatkräftigem Einsatz für Würde, Gesundheit und Menschenrechte – und nun sind wir eingeladen diese Message zu verinnerlichen.

Davon singen und sprechen die unendlich vielen Lieder und Erzählungen, und machen dabei diese nächtliche Brücke zwischen Himmel und Erde sichtbar und hörbar.

 

Es ist Gottes Brücke hinein in unsere Welt, die oft so laut ist, ungerecht, den einen unglaubliche Vorteile verschafft, die anderen ins hoffnungslose Abseits stellt. Als Christen sehen wir uns hier in die Verantwortung gerufen und helfen, teilen, streiten wir für diese weltweite Verbindung zwischen dem unglaublich großen – ja eigentlich unbeschreiblichen Gott , seiner Liebe, zu jedem Einzelnen und unserer Welt, so wie sie aktuell an manchen Orten kaum auszuhalten ist.

Gott macht sich auf den Weg zu uns, konzentriert und einladend, nicht aufdringlich, sondern tief im Herzen wo meine Sehnsucht nach Leben, nach Gelingen, nach Liebe und Glück gespeichert ist wie auf so manchen Wüsten-  und Dünenbildern  und -selfies, die Sie von sich auf Ihrem Mobiltelefon haben.

Weihnachten – konzentriert empfangen – die Brücke dazu ist gebaut, unsere Sehnsucht möge im Namen der Liebe Erfüllung finden, heute und jeden Tag  – auch und gerade in diesen Zeiten.

Ich wünsche Ihnen reich erfüllte, konzentrierte Festtage, wertvolle Begegnungen und ein Herz voller Liebe! Seien Sie gesegnet!

Ihr Pfarrer Johannes Matthias Roth

„Gott, Du kommst in unsre Welt, um ganz nah bei uns zu sein, beginnst ganz arm und klein, du reichst uns deine Hand in unserm Lebensland, begegnest uns, lädst uns ein.

Du kommst in unsere Welt, um Licht zu sein, entfachst ein helles Feuer,

zündest Hoffnungslichter an, fängst bei uns an, überreich, überreich:

Nicht mit Macht, nicht mit Glanz, allein beschenkt mit Liebe, jeden Tag, jede Nacht, überreich, überreich …“                      Text: Johannes Matthias Roth, 2000