Vor kurzem fand in der Lobby der E-CommerceFreezone Dubai CommerCity das erste Business Breakfast der deutschen AHK nach der Sommerpause mit vielen Teilnehmern aus der Community statt.
Viele Teilnehmer – auch viele Dubai-Neulinge – waren zu dieser Veranstaltung nach Dubai CommerCity gekommen – der ersten und führenden Freihandelszone, die sich ausschließlich dem digitalen Handel widmet und ein Joint Venture zwischen DIEZ und Wasl Properties ist.
Nach dem ersten Networking and nachdem die meisten Gäste angekommen waren begrüßte zuerst Dr. Martin Henkelmann, CEO der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer (AHK) die Gäste, gefolgt von der deutschen Generalkonsulin Sybille Pfaff.
Anschließend stellte Mitch Bittermann, Senior Vice President – Commercial von Dubai CommerCity die Freezone mit allen ihren Möglichkeiten vor.
Es folgte das wirtschaftliche Update für die Golfregion von Ruba Nuseibah, Research Manager bei der Germany Trade & Invest GmbH und der Fachvortrag des Morgens von Omer Nart, Gründer und CEO bei WORLDEF.
In der Legal Corner sprach Julian Steimer von Schlüter Graf Legal Consultants LLC.
Danach fand dann das Hauptereignis dieses Vormittags statt – die Unterzeichnung einer MOU. Damit gab die Dubai Integrated Economic Zones Authority (DIEZ) eine strategische Partnerschaft mit der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer (AHK) bekannt, die einen umfassenden Rahmen zur Unterstützung der Ansiedlung deutscher Unternehmen im Ökosystem der Wirtschaftszonen der Behörde und zur Förderung dieses Ökosystems als bevorzugten Standort für deutsche Unternehmen, die in die VAE und die Region expandieren möchten, vorsieht.
An der Zeremonie nahmen neben der Generalkonsul der Bundesrepublik Deuschland Sybille Pfaff, HE Dr. Mohammed Al Zarooni, Vorstandsvorsitzender von DIEZ, Amna Lootah, Generaldirektorin der Dubai Airport Freezone und Generaldirektorin von Dubai CommerCity sowie Dr. Martin Henkelmann, CEO des Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer (AHK) und Dr. Juma Al Matrooshi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für Investitionen und Partnerschaften bei der DIEZ, sowie eine Reihe von Vertretern beider Seiten teil.
Sybille Pfaff und Dr. Mohammed Al Zarooni waren bei der Unterzeichnung des Abkommens als Zeugen anwesend, das von Amna Lootah und Dr. Martin Henkelmann abgeschlossen wurde. Das Abkommen zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Industrie 4.0, Nachhaltigkeit, intelligente Fertigung und digitaler Handel zu verbessern, basierend auf einer Reihe von Schlüsselfaktoren, darunter die strategische Lage der Dubai Airport Freezone zur Erleichterung des Handels und des Luftfrachtverkehrs für deutsche Exporteure und Importeure; die Expansion deutscher E-Commerce-, Einzelhandels- und Logistikunternehmen in Dubai CommerCity sowie den Aufbau einer bilateralen Start-up-Brücke, insbesondere in den Bereichen KI, Mobilität, Fintech und Gesundheitstechnologie in Dubai Silicon Oasis.
Zu dieser Partnerschaft erklärte Sybille Pfaff „Deutschland und die VAE verbinden enge wirtschaftliche Beziehungen, und diese Initiative wird unsere Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation und Technologie auf ein neues Niveau heben. Dubai ist eine ideale Plattform für deutsche Unternehmen, die regional expandieren möchten, da es über eine fortschrittliche Infrastruktur und ausgefeilte Logistik- und Handelsdienstleistungen verfügt, die zukünftige Wachstumsstrategien unterstützen.“
Amna Lootah sagte: „Die VAE und das Emirat Dubai unterhalten strategische und ausgezeichnete Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Investitionen. Dies spiegelt sich deutlich und positiv in der erfolgreichen deutschen Geschäftswelt wider, die die Behörde und ihre Wirtschaftszonen als Basis für ihre Aktivitäten gewählt hat und damit erheblich zur Stärkung der Handels- und Investitionsmöglichkeiten zwischen den beiden Ländern beiträgt, wobei sie von einem dynamischen Geschäftsumfeld, einer Infrastruktur und Einrichtungen von Weltklasse sowie anderen Anreizen und Vorteilen profitiert, die von der Behörde bereitgestellt werden.“
Sie fügte hinzu: „Diese Partnerschaft mit der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer (AHK) baut auf diesen Erfolgen auf und legt den Grundstein für eine neue Phase des Wachstums und der Expansion für deutsche Unternehmen, wobei der Schwerpunkt auf Zukunftsbranchen, Handel, Logistik und Technologie liegt, ganz im Sinne der Ziele der Wirtschaftsagenda D33 von Dubai, die darauf abzielt, die Wirtschaft Dubais zu verdoppeln und globale Investitionen anzuziehen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in allen Sektoren zu stärken“
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland haben in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erlebt. Der Nicht-Öl-Handel zwischen den beiden Ländern erreichte 2024 einen Wert von 50,68 Milliarden AED (13,8 Milliarden USD), was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber 2023 entspricht. Dies spiegelt die Stärke der bestehenden Partnerschaften und die wachsenden Investitions- und Geschäftsmöglichkeiten zwischen den beiden Nationen wider.
Dr. Martin Henkelmann sagte: „Diese Zusammenarbeit bietet deutschen Unternehmen eine einzigartige Gelegenheit, ihre Präsenz in Dubai und in der Region zu stärken, indem sie das fortschrittliche Geschäftsumfeld nutzen, das Innovationen und moderne Technologien unterstützt, das Dubai im Allgemeinen und die Wirtschaftszonen unter dem Schirm der DIEZ im Besonderen bieten. Dies wird deutschen Unternehmen die Expansion in strategischen Sektoren wie Industrie 4.0, intelligente Fertigung und digitaler Handel ermöglichen und gleichzeitig zur Verbesserung des Wirtschafts- und Wissensaustauschs zwischen unseren beiden Ländern beitragen.“
Die strategische Partnerschaft konzentriert sich auf mehrere Schwerpunktbereiche, darunter die Erleichterung des Markteintritts deutscher Unternehmen durch die Behörde und ihre Wirtschaftszonen durch die Einrichtung eines Fast-Track-Verfahrens für Unternehmen, die Mitglieder des Councils sind, die Einrichtung eines „German Desk“ zur Unterstützung der Einarbeitung und des laufenden Betriebs sowie die Bereitstellung von Einführungsanreizen und Compliance-Beratung für Neueinsteiger.
Beide Seiten werden im Rahmen der Partnerschaft daran arbeiten, eine gemeinsame Plattform für industrielle Innovation zu schaffen, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie 4.0, Nachhaltigkeit und intelligente Fertigung voranzutreiben, einschließlich der Einrichtung eines Innovationszentrums in Dubai Silicon Oasis, in dem deutsche Industrie-Tech-Pilotprojekte durchgeführt werden sollen, die der Förderung von Partnerschaften zwischen deutschen Herstellern und Fertigungsclustern in den VAE sowie der Durchführung von F&E-Austauschprogrammen und innovationsorientierten Veranstaltungen diesnen.
Die Partnerschaft zielt darauf ab, den Handel zwischen den beiden Ländern zu beschleunigen, indem eine „DAFZ-Germany Fast Lane” für deutsche Exporteure und Fracht in der Dubai Airport Freezone eingerichtet wird, die neben integrierten Paketen für Councilmitglieder, die Lagerhaltung, Lizenzierung, Büroräume und mehr umfassen, auch Unterstützung in den Bereichen Logistik, Zollabfertigung und Reexport bietet.
Darüber hinaus fördert die Partnerschaft das Wachstum des digitalen Handels in Dubai CommerCity, indem sie den Mitgliedern des Councils ermöglicht, von den neuesten grenzüberschreitenden Fulfillment-Lösungen und Innovationen im Bereich der Last-Mile-Lieferung zu profitieren, maßgeschneiderte Pakete und Dienstleistungen zu entwickeln, die den Anforderungen deutscher Online-Marken und Marktplätze entsprechen, Handelsmissionen und B2B-Matchmaking-Veranstaltungen zu organisieren und Zugang zu Tradeling und Outsource Fulfillment zu gewähren.
Die Partnerschaft unterstützt auch ein umfassendes Programm zum Aufbau von Unternehmen, einschließlich der Schaffung eines Soft-Land-Umfelds für deutsche Start-ups in Dubai durch Finanzierung und Unterstützung durch Oraseya Capital und Wadi.AI. Dazu gehört auch die Einführung des „Scale to Europe”-Programms für Start-ups aus den VAE über das AHK-Netzwerk in Deutschland sowie die Organisation von Investoren-Roundtables und Pitch-Tagen mit Risikokapitalfirmen aus beiden Regionen.
Es wurde auch betont, dass in den Wirtschaftszonen der Behörde – Dubai Airport Freezone, Dubai Silicon Oasis und Dubai CommerCity – über 200 führende deutsche Unternehmen ansässig sind. Darunter befinden sich weltweit bekannte Namen wie Airbus, DHL, Henkel, Porsche, Wacker, Beckhoff, Audi VW, Beumer, ISTA, Arvato und andere.
Nach dem Ende der Hauptzeremonie standen die Teilnehmer noch sehr lange bei interessanten Diskussionen in kleinen Gruppen mit der Generalkonsulin, dem CEO der AHK und den lokalen Ehrengästen zusammen.
Im Rahmen der Veranstaltung konnte die deutsche Künstlerin Petra Kaltenbach auch ihre Ausstellung „WE – 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten“ präsentieren. Die Werke verbinden Kunst und Technologie und würdigen fünf Jahrzehnte Freundschaft und Partnerschaft zwischen beiden Nationen.
