Heute am letzten Tag des Jahres 2025 können Sie spirituelle Gedanken von Johannes Matthias Roth, Pfarrer & Liedermacher lesen, der sich zur Zeit wieder in Dubai aufhält, um Gottesdienste für die Gläubigen abzuhalten – und Andachten mit Gesang in der Wüste!
NUR in diesem einen Moment zwischen dem Aufräumen des Weihnachtszimmers und den Silvesterplanungen will ich zur Ruhe kommen, zurückblicken, staunen, danken oder mich an so manche geweinte Träne erinnern…….
NUR in diesem einen Moment, wenn wir in der Familie, mit Freunden, in der Firma nicht am Reden oder Chatten sind, will ich innehalten und mich besinnen, auf das was wirklich zählte im vergangenen Jahr, was mich vorangebracht hat, wo geteilte Freude, geteiltes Glück für andere wurde …
NUR in diesem einen Moment, wenn das Handy nicht klingelt und ich mal nicht zuhöre und mir für anderer Leute Jahresrückblicke oder Zukunftsängste Zeit nehme, will ich auf das sehen was mir gut getan hat, mich zutiefst berührt hat, mir Kraft gegeben hat, oder auf das, an dem ich dringend im neuen Jahr arbeiten muss …
NUR in diesem einen Moment, wenn ich die Stories, Reels, Status-Ereignisse gecheckt habe und zu Ende gescrollt habe, und mir keine Influencer, auch wenn sie noch so gut gemeinte Tipps geben, mir dennoch in gewisser Weise Lebenszeit stehlen, will ich auf meine eigenen Stories sehen, was habe ich für wunderbare Menschen kennengelernt, welche unschätzbaren Augenblicke genossen, wann habe ich mein Herz, meine Seele am allermeisten gespürt …
NUR in diesem einen Moment nach dem Aussortieren alter Kleider, damit Neues Platz hat, dem Klären und Nachfragen, Organisieren, Planen und Buchen für Wege die vor mir liegen will ich Gott das Kommende mit all dem was darin verborgen und versteckt ist, anvertrauen und die Jahreslosung 2026, wo der Seher Johannes in diesem einen Moment aus dem Himmel die Stimme Gottes wahrnimmt „Siehe, Ich mache alles neu“ (Offenbarung 21,5) auf mich wirken lassen …
Nach vielen Gemeindebesuchen in den Emiraten auch in diesem Jahr mit bunten, musikalischen Gottesdiensten, Andachten und Konfirmanden – Projekten (ich vertrete mich buchstäblich seit Sommer 2023 auf jeweilige Einladungen des Kirchenvorstandes selbst), einigen Charity – Reisen nach Nepal und Kenia mit großzügigem Support auch aus den Emiraten, blicke auch ich dankbar zurück und nehme jede freundliche Geste, helfende Hand, jedes offene Haus, jedes bereichernde Gespräch mit in meinem Lebensschatz – dafür danke ich sehr herzlich.
Bleiben Sie auch im neuen Jahr behütet und gesegnet.
Mit diesen drei Impulsen an der Schwelle zu 2026 wünsche ich Ihnen mutige, spannende Wege durch das neue Jahr.
Von Herzen aus Dubai
Ihr Pfarrer Johannes
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Spüre ich in mich hinein
Und mache halt
An der Endstation meines Jahres
Zwischen gepackten Koffern sitzend
Erwarte ich getrost was kommen mag
Habe ich Erinnerungen gut verstaut
Die Vorfreude im Handgepäck
Bald steige ich in den nächsten Zug
Und weiß:
Gott ist bei mir am Abend und am Morgen
Und dazwischen, davor und danach
Zwischen Sorge und Schlaf
Zwischen Muss und Kann
Zwischen pochendem Schmerz und ungetrübter Freude
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Elisabeth Cziesla (nach einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945)
An der Stelle, wo deine Füße sind,
da ist die Wende der Zeit.
Nach dem Winter wird es warm und andersherum.
Nach Silvester kommt ein neues Jahr.
Dein Wecker sagt dir wann du morgens aufstehen sollst,
das Weinglas wann du schlafen gehst.
Der Müllmann holt den Müll einer Woche ab,
jeden Mittwoch um 10.
Nur das Glück kennt die Zeit nicht,
der Augenblick kennt kein Gut und kein Schlecht.
Da, wo deine Füße sind, beginnt die Wende der Zeit.
Da, wo sich Alt und neu berühren,
da stehst du nun im Mittelpunkt der Zeit
Axel Bosse
Jetzt ist die Zeit, der Tag, die Stunde
aufzustehen und loszugehen!
Hand in Hand der Hoffnung folgen,
das Gute tun, einander sehen.
Jetzt ist die Zeit, der Tag, die Stunde,
Gott erfüllt mit Geist und Mut,
im Licht der festen Burg des Glaubens,
Sein guter Segen auf uns ruht.
Johannes Matthias Roth
