Bis zum 17. September stand das Dubai World Trade Centre ganz im Zeichen des Reisens: Der Arabian Travel Market (ATM) fand 2026 bereits zum 33. Mal statt und gehört zu den wichtigsten internationalen Treffpunkten der Reise- und Tourismusbranche im Mittleren Osten. Die Veranstalter nannten für die ATM mehr als 2.800 Aussteller, über 55.000 Teilnehmer und mehr als 6.600 Einkäufer; die internationale Travel Community kommt aus über 150 Ländern.

Unter dem Motto „Travel 2040: Driving New Frontiers Through Innovation and Technology“ geht es in diesem Jahr vor allem um die Frage, wie wir künftig reisen werden. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz und neue Technologien, Nachhaltigkeit, Smart Mobility und neue Reiseerlebnisse. Besonders spannend ist dabei der Bereich ATM Travel Tech, denn KI hält inzwischen massiv Einzug in Reiseplanung, Hotellerie und Gästeservice.

Aber auch das andere Ende des Tourismusspektrums bekommt viel Raum: Ultra-Luxury Travel gehört zu den Schwerpunkten – von außergewöhnlichen Wellness-Erlebnissen bis hin zu Zukunftsthemen wie Weltraumtourismus und Reisen in die Tiefsee. Ebenfalls stark vertreten sind Business Events und MICE.

Natürlich präsentieren sich auf der ATM auch die großen Destinationen, Airlines und Hotelgruppen. Allein Dubai ist mit mehr als 115 Partnern und Co-Ausstellern vertreten und empfängt über sein Hosted-Buyers-Programm mehr als 300 internationale Travel Professionals aus über 40 Ländern.

Besonders die Golfregion zeigte Flagge auf der ATM 2026 mit großen Gemeinschaftsständen der Destinationen aus den VAE und den übrigen Golfstaaten.

Besonders beeindruckend waren die großen Gemeinschaftsstände von Dubai, Abu Dhabi, Ras Al Khaimah, Sharjah und Ajman, die zeigen wie unterschiedlich die sieben Emirate trotz ihrer geografischen Nähe sind. Tourismusbehörden traten dort gemeinsam mit Hotels, Airlines, Attraktionen, Reiseveranstaltern und anderen Partnern auf – und machten aus ihren Ständen kleine Schaufenster ihrer jeweiligen Destination.

Auf dem Dubai-Stand präsentierte sich das Dubai Department of Economy and Tourism (DET) gemeinsam mit mehr als 115 Partnern und Co-Ausstellern aus dem öffentlichen und privaten Tourismussektor. Dazu gehören Hotels, Destination Management Companies, Reiseveranstalter, Attraktionen und staatliche Institutionen. Zusätzlich hat Dubai mehr als 300 internationale Travel Professionals aus über 40 Ländern im Rahmen seines Hosted-Buyers-Programms eingeladen. Inhaltlich reicht das Spektrum von Hotellerie und Gastronomie über Kultur und Entertainment bis zu Wellness, Nachhaltigkeit und barrierefreiem Reisen.

Ras Al Khaimah präsentierte sich über die RAK Tourism Development Authority (RAKTDA) als eigenständige Destination und setzte stark auf die Kombination, die das Emirat inzwischen auszeichnet: Berge, Wüste, Strände, Natur, Abenteuer sowie 7.000 Jahre Kultur und Geschichte. Gleichzeitig ging der Blick deutlich nach vorne: Die RAKTDA stellte die weitere touristische Entwicklung und neue Projekte vor und verfolgt damit das Ziel, bis 2030 jährlich mehr als drei Millionen Besucher anzuziehen. Nachhaltiges Wachstum und Lebensqualität für Besucher wie Einwohner gehörten ebenfalls zur Botschaft des diesjährigen Auftritts.

Sheikh Ahmed bin Saud Al Qasimi, Vorsitzender der Behörde für öffentliche Dienstleistungen von Ras Al Khaimah, Vorsitzender des Exekutivausschusses der Tourismusentwicklungsbehörde von Ras Al Khaimah sowie Vorsitzender der Marjan Group, besuchte den Stand von Ras Al Khaimah auf dieser 33. Ausgabe der Messe.

Er besichtigte den Stand, an dem die Tourismusentwicklungsbehörde von Ras Al Khaimah, die Marjan Group und eine Reihe ihrer wichtigsten Partner – darunter Wynn Al Marjan Island – sowie weitere Aussteller aus dem Tourismus- und Gastgewerbe des Emirats vertreten waren.

Sheikh Ahmed bin Saud bekräftigte, dass das Emirat – geleitet von der Vision und den Weisungen von HH Sheikh Saud bin Saqr Al Qasimi, Mitglied des Obersten Rates der VAE und Herrscher von Ras Al Khaimah – zielstrebig daran arbeitet, seine Position als bevorzugter Standort für Leben, Tourismus, Investitionen und Wirtschaft zu festigen.

Sheikh Nahyan bin Mubarak Al Nahyan, UAE Minister of Tolerance and Coexistence, besuchte die ATM am selben Tag und besuchte die Stände der einzelnen Emirate sowie auch die der anderen GCC-Staaten.

Abu Dhabi präsentierte sich ebenfalls mit einem großen Destinations-Pavilion unter dem Dach des Department of Culture and Tourism – Abu Dhabi. Interessant ist hier, wie breit Tourismus mittlerweile gedacht wird: So ist beispielsweise Abu Dhabi Mobility Teil des Gemeinschaftsauftritts und zeigt intelligente Mobilitätsangebote und digitale Lösungen, die das Reisen innerhalb des Emirats einfacher machen sollen. Auch Etihad Airways ist auf der ATM prominent vertreten.

Sharjah hat in diesem Jahr sogar einen neuen „Visit Sharjah“-Pavillon vorgestellt. Mehr als 30 staatliche und private Partner waren dort gemeinsam vertreten. Besonders schön war eine 360-Grad-Erfahrung mit digitalen Bildern, Raumklang und interaktiver Beleuchtung, die die Besucher mit nach Sharjah City, in die Central Region und an die East Coast nahm. Damit wurden Kultur und Heritage genauso gezeigt wie Wüste, Abenteuer, Meer und Berge.

Ajman setzte etwas kleiner, dafür sehr stark auf seine eigene Identität. Am Gemeinschaftsstand trafen Hotels, Resorts und Tourismusunternehmen auf öffentliche Institutionen wie die Ajman Chamber. Neben interaktiven touristischen Erlebnissen gab es mit „From the Memory of Ajman“ historische Fotografien zur Entwicklung des Emirats und einen Craftsmen Majlis, der traditionelles Handwerk und lokales Kulturerbe in den Mittelpunkt stellte.

Aber auch der Blick über die VAE hinaus lohnte sich.

Katar war mit einem eigenen großen Qatar Pavilion vertreten: Visit Qatar brachte eine Delegation von 50 Partnern, darunter Hotels und Destination Management Companies, mit nach Dubai. Der zweistöckige Pavillon umfasste rund 650 Quadratmeter und setzte ebenfalls auf immersive und interaktive Erlebnisse.

Oman war auf der ATM 2026 ebenfalls vertreten und wurde beispielsweise auch im diesjährigen Konferenzprogramm durch das Oman Convention Bureau vertreten.

Und noch etwas war dieses Jahr wirklich neu und: Neben den einzelnen Emiraten hat das UAE Ministry of Economy and Tourism auf der ATM die neue gemeinsame nationale Tourismusidentität „Visit UAE“ vorgestellt. Gleichzeitig wurde die Plattform „UAE Grand Tour“ präsentiert. Sie verbindet Reiseprogramme durch mehrere Emirate – bis hin zu Touren durch alle sieben Emirate mit einer Dauer von bis zu 14 Tagen. Das ist eigentlich genau der Gegenpol zu den einzelnen großen Emiratsständen: Jedes Emirat zeigt weiterhin sein eigenes Profil, gleichzeitig sollen die VAE international stärker als zusammenhängende Reisedestination vermarktet werden.

Ich besuche diese Reisemesse seit vielen Jahre, aber diesmal hatte sie wieder einen besonderen Reiz für mich, weil man bemwerken konnte, dass auch viele neue Aussteller dabei waren und jeder mehr oder weniger positiv in die Zukunft schaut.

Wer versucht, die ATM an einem einzigen Tag komplett zu erkunden, braucht vor allem bequeme Schuhe sowie jede Menge Energie und Durchhaltevermögen.Ich war an diesem Tag zwar sehr motiviert, hatte auch viele interessante Gespräche und habe deshalb garantiert nur einen Bruchteil gesehen.

Deshalb freue ich mich schon auf die ATM 2027, die voraussichtlich vom 3. bis 6. Mai 2027 stattfinden wird!