Vor kurzem berichtete ich in Expat Aktuell über einen weiteren Abschnitt der Weltreise von Mogli – der ehemaligen marokkanischen Straßenkatze – mit ihrem Menschen Martin auf dem Motorrad (https://expataktuell.com/moglis-weltreise/) Dabei ging es um Abenteuer in Nepal und Indien, wo die beiden nun bereits seit dem 22.03. festsitzen.

Anfangs befanden sie sich in Quarantäne in Calicut, wo Martin und Mogli von einem Freund und seiner Familie aufgenommen wurden und erneut die große indische Gastfreundschaft erleben konnten.

 

Mittlerweile sind sie nur noch im Lockdown, das heißt Martin darf das Haus verlassen – nur um essentielle Dinge zu kaufen. Um zum Einkaufen zu gehen muss eine Selbstdeklaration ausgefüllt und diese auf der Straße mitgeführt werden.

Die meisten Läden im Ort sind allerdings noch geschlossen, unter anderem auch die Alkohol-Shops, obwohl jetzt schon wieder einiges mehr auf den Straßen los ist.

Maskenpflicht ist – ebenso wie in den Emiraten – selbstverständlich,  im Gegensatz zu Deutschland. Auch in Indien halten sich die meisten Leute tatsächlich daran. Von Nordindien hatten sich ein paar Videos von Polizisten im Netz verbreitet, die jedem der die Ausgangssperre missachtet mit Stöcken nachstellten. So weit ist es in Kerala aber zum Glück nicht gekommen.

Generell scheint man die Situation mehr oder weniger im Griff zu haben, die Zahlen sind drastisch gefallen und in den letzten Tagen gab es  keine neuen Fälle mehr. Mit ein bisschen Glück gibt es vielleicht bald sogar wieder ein kühles Bier für den Bayern Martin.

Bei Mogli und Martin hat sich in den letzten Wochen – trotzt des ausgiebigen Faulenzens viel getan.

Also eigentlich eher bei Martin, denn Mogli zieht es vor, einerseits wegen der Hitze, andererseits wegen Hugo, dem jungen Rottweiler, die meiste Zeit zu schlafen. Um die Mittagszeit wird sie aber unruhig, denn da bekommt sie immer frischen Fisch und nachts zieht es die Kleine meistens aufs Hausdach.

Da oben hat sich Martin mit Sarad, seinem Freund bei dessen Familie sie untergekommen sind, einen kleinen Unterschlupf gebaut um nicht immer drinnen sein zu müssen.

Aber langweilig wird es ihm nie, wie alle sich denken können die ihn kennen. Es gibt immer etwas zu tun und so kam ihm der Lockdown einerseits sogar recht.

Am 1. April wurde nämlich sein neues Buch „Einmal mit der Katze um die halbe Welt“ veröffentlicht. Das Buch handelt von ihrer Reise seitdem sie Rosenheim im August 2017 verlassen haben –  bis die beiden es nach Nepal geschafft haben. Es erzählt von den Erlebnissen und beschreibt  viele Eindrücke sowie die  Höhen und Tiefen. Aber es handelt auch von seinen Beweggründen die Reise zu unternehmen und davon, wie Mensch und Tier in der weiten Welt empfangen wurden. Er hat es vor allem geschrieben um seinen Mitmenschen einen anderen Blickwinkel zu geben und aufzuzeigen, welch ein wunderbarer Ort unsere Welt ist.

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist, dass Martin und Mogli schon über 2 Monate in  Calicut, wohnen dürfen und sich Sarads Schwester ein Bett mit ihren Eltern teilt damit Mogli und er ein eigenes Zimmer haben. Aber damit nicht genug, denn er wird auch täglich bekocht und all seine Versuche  etwas zum Haushaltsbudget beizusteuern schlugen bisher meistens fehl.

Nachdem Martin inzwischen eine enorme Reichweite auf Instagram hat machte es natürlich auch Sinn sein Buch selber zu vertreiben und noch mehr nachdem seine Mum zugestimmt hatte den Versand für ihn zu übernehmen. Sein guter Freund Tino griff ihm mit der Technik unter die Arme und so hat Martin Anfang April auch seinen eigenen Webshop eröffnet. Auf motomogli.com gibt es seitdem sein Buch, das eBook und demnächst auch wieder Motomogli-Schlüsselanhänger und Sticker weltweit zu kaufen und er hofft sehr,  sich von den Einnahmen seine Rückreise weiter finanzieren zu können.

Das Buch „Einmal mit der Katze um die halbe Welt“ kann aber in den Emiraten auch über Lesekidz unter Telefon 056 715 8768 oder 058 583 3636 bzw. per Mail unter info@lesekidz.net bestellt werden.

In der Zwischenzeit hat sich Martin etwas im Yoga versucht, er tut alles um einigermaßen fit zu bleiben und meditiert sogar. Auch hat er angefangen ein Buch zu lesen, etwas was er obwohl er es früher gerne getan hatte, schon seit langer Zeit nicht mehr gemacht hat. Es handelt sich dabei übrigens nicht um irgendein Buch, sondern um das Mahabharata – den bekanntesten indischen Epos und philosophischen Leitfaden der Hindus. Es wird gesagt man könne die indische Kultur erst dann verstehen, wenn man es gelesen hat. Und dass, was darin gefunden wird, auch woanders gefunden werden kann – was man darin allerdings nicht findet, findet man wohl auch nirgendwo anders!

Aber es gab auch diverse andere Sachen, die erledigt werden wollten, oder immer noch darauf warten erledigt zu werden.  So läuft z.B. sein Visum bald aus und auch die Papiere für das Motorrad sind nicht mehr lange gültig. Wer die indische Bürokratie bereits einmal  erlebt hat, weiß was das heißt….. .!!!!!!

Aber vielleicht drückt man hier ja aufgrund der Umstände ein Auge zu und vielleicht wird dann der eine oder andere Prozess ein wenig erleichtert.

Was die Zukunft für die beiden bringen wird hängt nun vor allen von den Behörden ab. Darf das Motorrad ausnahmsweise länger in Indien bleiben? Wird Martins Visum verlängert? Ab wann werden andere Länder wieder Visa ausstellen? Müssen die beiden wieder zurück durch die sengend heißen Wüsten oder können sie über den Karakorum Highway in Pakistan, durch China nach Kirgisistan reisen? Und wenn ja – dann wann?

Das größte Problem dabei ist, dass wenn sie nicht bald in Indien starten können, es in Russland und Europa zu kalt wird um es noch bis nach Hause zu schaffen…

Also stehen Martin und seine pelzige Prinzessin vor vielen offenen Fragen, auf die sie die Antworten bisher noch nicht kennen!

Bestimmt werden Martin und Mogli noch viele gemeinsame Abenteuer erleben, bis sie wieder sicher in Rosenheim ankommen – wann immer das auch sein wird.

Wenn Sie die Abenteuer von Martin und Mogli weiterhin verfolgen wollen können Sie dies tun unter https://www.facebook.com/motomogli/ bzw. unter auf Youtube unter https://www.youtube.com/motomogli oder auch auf Instagram unter motomogli.

Bitte besuchen Sie vor allem die Webseite mit Martins Webshop unter https://www.motomogli.com/, wo Sie dann auch sein Buch bestellen können.

Auf jeden Fall wünsche ich den beiden, was immer auch in nächster Zeit passiert, dass sie noch viele gemeinsame Abenteuer erleben können und irgendwann sicher wieder in Europa ankommen.

Ich werde Sie darüber auf dem Laufenden halten!